Einfach Emmendingen
Emmendingen ist meine Stadt. Meine letzte Stadt. In ihr wird ich sterben. Woanders will ich nicht mehr hin. Ich habe so wenig von der Welt gesehen, dass ich den Rest auch nicht mehr sehen muss. Jetzt geht es mir nur noch ums Bleiben und auf die so oft gestellte Frage: »Was bleibt?« will ich nicht mehr antworten. Ich kann höchstens »Emmendingen« sagen, mit all den Neben- und Zwischentönen, die diese Ortsangabe haben mag. Auf meinen Wanderungen traf ich noch nie auf eine Stadt, die mir das tiefe Gefühl gab, hier richtig zu sein. Alles stimmt, wie bei einer einfachen Rechnung, bei der man ohne Nachzurechnen weiss, dass sie richtig ist. Null Fehler! Erst das Null-Fehler-Gefühl berechtigt mich zum Nachrechnen. Daraus resultiert mein Engagement. Unter dem Strich stimmt es dann wieder. Alles, was mich Emmendingen lieben lässt, hat mit Einfachheit zu tun, den kurzen Wegen, die erfrischen und nicht ermüden. Mit den Menschen, die meine Liebe zur Stadt teilen, zum Ort, zur Ortschaft in einer Landschaft. In ihr macht sich Emmendingen klein, will nicht stören, möchte im Bild bleiben und wird dadurch intensiv wahrnehmbar. Nicht für Alle und jeden und deshalb ist es für die Stadt oft ein Gewinn, übersehen zu werden. Die schnellen Züge fahren einfach durch.
Der Krieg geht weiter …
Das Sterben

Schnell verschwindet, was so lange gesucht wurde. Gedanken so frei. Gedankenlos groß, aber gedacht und verloren. Keinen Zweck hat es, nach dem Zweck zu suchen. Schon lange davongelaufen dem Lebenszweck. So schön wie er war. Wind wirbelt getrocknetes Gras von den Wiesen der Kindheit. Ein Duft länger als Leben dauern kann, so verloren es auch sein mag. Dann nur noch Bilder und die gelebten Tage halten sich fast nicht mehr aus. Fern und nah kommt zusammen, was nie getrennt war, nur gedankenverloren.
Nachdenken im freien Lauf und jeder Idee den Rest geben. Worte finden lassen, die zusammen passen, wenn es Sinn macht. Für irgend etwas, für wen auch immer. Am Ende so viel Schönheit beschmutzt vom Krieg. So nah am Ende wie noch nie. Wenn es sein muß und es muß sein, dann hat die Schönheit diesen Namen in dieser Zeit: UKRAINE
























